Leben in Benposta

BENPOSTA IST EIN ORT,

etwas vergleichbar mit dem kleinen gallischen Dorf von Asterix und Obelix. Hier leben und
arbeiten ca. 140-200 Personen. Es gibt SchülerInnen die von draußen pendeln und die fest dort lebenden
BewohnerInnen zwischen 7-18Jahren, sowie einige BetreuuerInnen und LehrerInnen die auf dem Gelände leben.
Außerdem hat die Schule eine Psychologin, auch mit SozialarbeiterInnen wird zusammen gearbeitet.
Zudem gibt es einige Hunde, (bis vor kurzem gab es sogar Schweine und Hühner) und eigene angelegte Gärten
aus denen auch geerntet wird für die Verpflegung und zum Verkauf von biologisch angebautem Gemüse.

Es gibt ein „Dorf“ für die Kleinen, getrennt nach Jungen und Mädchen und für die Großen ebenfalls.
Jedes Zimmer hat einen Sprecher/eine Sprecherin, es gibt eine kleine und große Regierung, die regelmäßig
getrennt und zusammen Versammlungen abhalten. Auch die Zimmergemeinschaften tauschen sich einmal die
Woche über ihr Zusammenleben aus. Schule, Gemeinschaftsaufgaben (Putzen, Küche, Garten, etc.) und kreative
Angebote (Sport, Volkstänze, Orchester, etc.) greifen hier Hand in Hand als Lebensgemeinschaft.
Außerdem gibt es einen Verwaltungstrakt mit Computerraum, Arztzimmer, einen Clubraum mit Fernseher und das
Sekretariat.

 

Was es so besonders macht?

Benposta arbeitet ressourcenorientiert. Die Kinder sollen sich als handelnde
Subjekte in einer aktiven Demokratie erleben und nicht als pädagogische Objekte einer Einrichtung.
Viele von Ihnen stammen aus Gebieten mit bewaffneten Konflikten und wurden vertrieben oder mussten fliehen, da
sie rekrutiert werden sollten oder bereits gegen ihren Willen gekämpft haben. Viele kommen aus armen oder
gewaltsamen familiären Bedingungen. Soweit es Benposta möglich ist, wird mit den Familien eng zusammen
gearbeitet, um diese ebenfalls positiv zu stärken.
Benposta möchte die Kinder darin stärken aktiv ihr Leben und den Frieden des Landes mit zu gestalten.
So gibt es in der Kinderrepublik z.B. einen Minister für Harmonie und Zusammenleben.
Dies bedeutet auch, dass die Kinder aktiv und bewusst entscheiden, ob sie in Benposta leben wollen oder nicht,
gegebenenfalls werden auch andere Einrichtungen angeboten.
Es wird mit Ihren Stärken und Zukunftsvisionen gearbeitet, sie werden zum Gemeinschaftsdenken ermutigt,
verantwortliches Leben mit anderen wird vorgelebt und weiter gegeben. Als Mini-Demokratie mit Wahlen ist
Benposta wie ein kleiner Kinderstaat und etwas ganz Besonderes. (Siehe weitere Informationen zu Benposta).

Anke Foltin